© 2017 HEIDI PFOHL I PHOTOGRAPHY & MEDIA ARTIST

Lieu/Espace II

2013

 

3 Fotografien,
C-Prints, gerahmt

je 30 x 40 cm

Diese Arbeit zeigt die Erweiterung der Arbeit Lieu / Espace (2013), den dokumentarischen Fotografien von Zimmern verschiedener Kinder- und Jugendpsychiatrien, auf den Außenraum, genauer gesagt auf den geschlossenen Garten.

 

Durch die Abgrenzung des Gartens einer kinderpsychiatrischen Station durch Zäune oder andere Maßnahmen, wird der offene Raum des Gartens zu einem geschlossenen Raum und wirft damit eine Paradoxie auf. Diese Bilder verweisen gedanklich stark auf die institutionelle Psychiatrie des 19. Jahrhunderts, in der die psychiatrischen Anstalten Gefängnissen glichen (siehe auch Heidi Pfohl: Von Geistersehern und Geistermachern - Fotografische Darstellungen des Wahnsinns in den Psychiatrien um die Jahrhundertwende, Diplomarbeit, Kunsthochschule für Medien Köln, 2013). Zwar wird durch den Garten an sich, die freundliche Geste des „nach draußen und an die Luft Kommens“ gestattet, gleichermaßen wird durch den Zaun eine klare Grenze gezogen, die das Eingesperrt sein auf der geschlossenen Station klar definiert.

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